Vorschläge zur Novellierung der LuftPersV/LuftVZO
Im Laufe des Jahres 2004 ist eine erste Überarbeitung der LuftVZO/LuftPersV angedacht, in die die ersten Erfahrungen mit der LuftPersV einfließen sollen. Es folgt der Beginn einer Sammlung von Stellen in der LuftVZO/LuftPersV, die mir und anderen aufgefallen sind als unklar, nicht stimmig, unnötig abweichend von anderen ähnlichen Regelungen, widersprüchlich oder unpraktikabel sind.
  Textstelle Beschreibung und Begründung des Problems   Aktueller Gesetzestext
  I. Ausbildung und Erwerb von Lizenzen
1 LuftPersV  §1 Abs 3 Die Ausbildung zum nationalen PPL sollte analog zum JAR-FCL auf SEP und RMS erfolgen dürfen. Damit kann diese Ausbildung als modularer Weg zum JAR-FCL sowohl auf der SEP als auch auf der RMS Schiene genutzt werden. Dies ließe sich etwa durch Zulassung einer integrierte Ausbildung direkt zum SEP bzw RMS Classrating erreichen, die dann 5 Ausbildungsstunden länger ist, als die 750kg Erlaubnis. Die integrierte Ausbildung kann dann auf allen Flugzeugen der SEP bzw RMS Klasse erfolgen ohne Mindeststundenzahl auf einer bestimmten Klasse. Die zunächst erteilte Klassenberechtigung ergibt sich aus der Klasse auf der die Lizenzprüfung erfolgt.  Beide Classratings schließen dann die 750kg Klasse ein, deren Berechtigung nach einer üblichen Differenzschulung ausgeübt werden kann. Der Inhalt der 5 stündige Schulung von GPL+CR RMS zum PPL(N)+CR RMS ist dann noch zu definieren. Hier wäre vor allem an eine Vertiefung bei Flugverkehrsverfahren zu denken.   LuftPersV  §1 Abs 3: (3) Die Flugausbildung umfasst mindestens 35 Flugstunden auf Flugzeugen verschiedener Muster mit einer Höchstabflugmasse bis zu 750 Kilogramm innerhalb der letzten vier Jahre vor Ablegung der Prüfung nach § 2, davon 10 Stunden Alleinflug.
2 LuftPersV  §1a Abs 2 Im Zusammenhang mit einer Lösung, eine Lizenz nach §1 nur auf RMS zu erwerben, sollte auch ein Übergang von der Segelfluglizenz mit Klassenberechtigung RMS zum PPL nach § 1 mit Klassenberechtigung RMS ohne Flugzeit auf 750kg möglich sein, um dann die damit verbundenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten nutzen zu können.   § 1a Erleichterungen Abs 2: (2) Für Bewerber, die eine Lizenz für Segelflugzeugführer mit Klassenberechtigung Reisemotorsegler besitzen, verringert sich die Ausbildung auf fünf Flugstunden, darin müssen 10 Starts und Landungen mit Lehrer und 10 Starts und Landungen im Alleinflug enthalten sein.
3 LuftPersV  §1 Abs 3 Die Einschränkung der Ausbildung zum nationalen PPL auf SEP Flugzeugen bis 750 kg  schliesst die üblichen bisher genutzten Schulungsflugzeuge aus. Dies stellt die Ausbildungsbetriebe, die bisher zum PPL-A ausgebildet haben vor große Probleme und widerspricht der in der Vorlage für den Bundesrat hervorgehobenen Kostenneutralität. Eine Einschränkung etwa auf zweisitzige Flugzeuge wäre denkbar oder auf eine erweiterbare Liste von Flugzeugen sowie die Einschränkung der Erlaubnis auf 2 sitziges fliegen. Die Zulassung der oben beschriebenen integrierten Ausbildung würde hier auch schon helfen.   LuftPersV  §1 Abs 3: (3) Die Flugausbildung umfasst mindestens 35 Flugstunden auf Flugzeugen verschiedener Muster mit einer Höchstabflugmasse bis zu 750 Kilogramm innerhalb der letzten vier Jahre vor Ablegung der Prüfung nach § 2, davon 10 Stunden Alleinflug.
4 LuftVZO §23 Abs 2
JAR-FCL  1.090
Das Mindestalter bei dem Beginn der Ausbildung sollte für den 1. Alleinflug gelten. Damit kann gerade im Segelflug ein Flugschüler, der im Laufe des Jahres sein 14. Lebensalter erreicht schon zu Saisonbeginn mit der Ausbildung beginnen. Außerdem wäre auch hier eine Angleichung zum JAR-FCL Regelwerk sinnvoll. Es würden unnötige Ummeldungen vermieden werden, bei denen sich ein Flugschüler zunächst zur JAR-FCL Ausbildung anmeldet, um früher mit der Ausbildung beginnen zu können, und dann später auf die nationale Ausbildung umsteigt.   LuftVZO §23 Abs 2: (2) Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung beträgt
1. 14 Jahre für Segelflugzeugführer und Führer nichtmotorgetriebener Luftsportgeräte ,
2. 15 Jahre für Steuerer von Flugmodellen nach § 1 Abs. 1 Nr. 8 sowie zulassungspflichtigem sonstigen Luftfahrtgerät nach § 6 Abs. 1 Nr. 9,
3. 16 Jahre für Privatflugzeugführer, Privathubschrauberführer, Führer motorgetriebener Luftsportgeräte und Freiballonführer,
4. 17 Jahre für Luftfahrtpersonal nach Absatz 1 Nr. 3 und 4.

JAR-FCL  1.090: Mindestalter
Der Flugschüler muss vor seinem ersten Alleinflug mindestens 16 Jahre alt sein.
5 LuftVZO §24 Abs 3
JAR-FCL  1.095
Das Tauglichkeitszeugnis sollte wie bei dem JAR-FCL Regelwerk erst zum 1. Alleinflug gefordert werden. Insbesondere in der Segelflugausbildung mit Jugendlichen, die in vielen Fällen erst noch feststellen müssen, ob dies die richtige Beschäftigung für sie ist, ist die Forderung nach einem teuren Tauglichkeitszeugnis (Erstuntersuchung) vor dem Beginn der Ausbildung eine zu große Hemmschwelle.   LuftVZO §24 Abs 3: (3) Dem Ausbildungsbetrieb oder der registrierten Ausbildungseinrichtung müssen vor Beginn der Ausbildung folgende Unterlagen vorliegen:
1. der Personalausweis oder Pass des Bewerbers zur Feststellung der Identität und zur Erhebung der Daten nach § 65 Abs. 3 Nr. 1 und 2 des Luftverkehrsgesetzes,
2. das Tauglichkeitszeugnis nach § 24a,
3. eine Erklärung über schwebende Strafverfahren und darüber, dass ein Führungszeugnis nach § 30 des Bundeszentralregistergesetzes zur Vorlage bei der zuständigen Stelle beantragt worden ist,
4. bei einem minderjährigen Bewerber die Zustimmungserklärung des gesetzlichen Vertreters.
JAR-FCL 1.095 Flugmedizinische Tauglichkeit:
Der Flugschüler darf Alleinflüge nur durchführen, wenn er im Besitz eines gültigen Tauglichkeitszeugnisses Klasse 1 oder 2 ist.
6 LuftPersV §40a Abs 3 Fuer die Klassenberechtigung TMG zur Segelfluglizenz wird ein Dreiecksflug von 270 km Verlangt bei allen anderen Lizenzen (National und JAR-FCL) ein Streckenflug. Dies sollte angeglichen werden. Das heißt, der Begriff "Navigationsdreiecksflügen" sollte durch "Überlandflügen" ersetzt werden   LuftPersV §40a Abs 3: 3. selbständige Vorbereitung und Durchführung von mindestens zwei Navigationsdreiecksflügen, davon einer in Begleitung eines Fluglehrers und einer als Alleinflug über eine Strecke von jeweils mindestens 270 Kilometer, bei dem auf zwei vom Startplatz verschiedenen Flugplätzen Landungen bis zum vollständigen Stillstand durchzuführen sind.
LuftPersV §1 Abs 4:10. ein Überlandflug im Alleinflug über eine Strecke von mindestens 270 Kilometer, bei dem auf zwei vom Startflugplatz verschiedenen Flugplätzen Landungen bis zum vollständigen Stillstand durchzuführen sind.
7 LuftPersV  §128 Abs 11  Der Absatz 11 macht wenig Sinn bei all den Prüfungen, bei denen die praktische Prüfung aus nur einer Prüfung besteht, die innerhalb einer Stunde erledigt ist. Insbesondere sollten für den Segelflug die vollen zwei Jahre der Gültigkeit der theoretischen Prüfung  bis zum Ablegen der praktischen Prüfung genutzt werden können da es manchmal schwierig ist, den Überlandflug, der erst nach der theoretischen Prüfung erfolgen darf, innerhalb eines Jahres abzuschließen. Der Absatz 11 sollte gestrichen werden.   LuftPersV  §128 Abs 10:Der Bewerber hat die theoretische Prüfung für den Erwerb einer Lizenz erfolgreich abgelegt, wenn er innerhalb von 12 Monaten alle Prüfungsteile bestanden hat. Eine bestandene theoretische Prüfung wird für einen Zeitraum von 24 Monaten ab dem Datum des Bestehens der Prüfung für den Erwerb einer Lizenz akzeptiert.
LuftPersV  §128 Abs 11: Zwischen dem Zeitpunkt der abgeschlossenen theoretischen Prüfung und dem Zeitpunkt des erstmaligen Antritts zur praktischen Prüfung dürfen nicht mehr als 12 Monate liegen.
8 LuftPersV §3 Abs 3 Die Nachtflugqualifikation setzt bei der JAR-FCL Lizenz auf einer wesentlich höheren Basisqualifikation insbesondere im Bereich Funknavigation und Instrumentenflug auf, als dies bei der Nationalen Lizenz nach §1 gegeben ist. Es stellt sich daher die Frage, ob wie vorgesehen die Anforderungen für die Nachtflugausbildung nach JAR-FCL auf die nationale Lizenz übertragbar ist, da ja hier nicht mehr die CVFR Berechtigung als Voraussetzung wie bei der alten LuftPersV vorliegt.   LuftPersV §3 Abs 3 Die Lizenz nach Absatz 1 kann um die Nachtflugqualifikation erweitert werden. Für den Erwerb und den Umfang der Nachtflugqualifikation sind die Vorschriften für die Nachtflugqualifikation für Privatflugzeugführer gemäß der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen im Bundesanzeiger bekannt gemachten Fassung der Bestimmungen über die Lizenzierung von Piloten von Flugzeugen (JAR-FCL 1 deutsch) vom 15. April 2003 (BAnz. Nr. 80a vom 29. April 2003) sinngemäß anzuwenden.
JAR-FCL 1.125(c) Nachtflugqualifikation Für die Durchführung von Flügen bei Nacht sind mindestens fünf zusätzliche Stunden auf Flugzeugen bei Nacht durchzuführen, davon drei Stunden mit Lehrberechtigtem mit mindestens einer Stunde Überlandflugnavigation sowie fünf Alleinstarts und fünf Alleinlandungen bis zum vollständigen Stillstand. Diese Qualifikation wird in die Lizenz eingetragen.
  II. Erhalt der Gültigkeit von Berechtigungen
9 LuftPersV  §4 Abs 2 Satz 2 Es geht aus der Formulierung nicht eindeutig hervor, daß sich die Einschränkung "auf einem Luftfahrzeug, für das die Klassenberechtigung erteilt wurde" nur auf den Übungsflug bezieht.   LuftPersV  §4 Abs 2 Satz 2: In den 12 Flugstunden müssen mindestens sechs Stunden als verantwortlicher Luftfahrzeugführer, 12 Starts und 12 Landungen sowie ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit in Begleitung eines Fluglehrers auf einem Luftfahrzeug, für das die Klassenberechtigung erteilt wurde, enthalten sein.
10 LuftPersV  §41 Abs 3 Satz 2 Es geht aus der Formulierung nicht eindeutig hervor, daß sich die Einschränkung "auf Reisemotorseglern" nur auf den Übungsflug bezieht.   LuftPersV  §41 Abs 3 Satz 2: In den 12 Flugstunden müssen mindestens sechs Stunden als verantwortlicher Luftfahrzeugführer sowie 12 Starts und 12 Landungen sowie ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit in Begleitung eines Fluglehrers auf Reisemotorseglern enthalten sein.
11 LuftPersV §45 Abs 2 Es geht aus der Formulierung nicht eindeutig hervor, daß sich die Einschränkung "auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen" nur auf den Übungsflug bezieht.   LuftPersV §45 Abs 2: Die Rechte einer Lizenz mit der eingetragenen Luftsportgeräteart dürfen nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber einer Lizenz für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge mindestens 12 Flugstunden auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, Reisemotorseglern oder einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. In den 12 Stunden müssen mindestens sechs Stunden als verantwortlicher Luftfahrzeugführer und 12 Starts und 12 Landungen sowie ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit in Begleitung eines Fluglehrers auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen enthalten sein.
12 LuftPersV  §4 Abs 2 Satz 2
LuftPersV  §41 Abs 3 Satz 2
LuftPersV §45 Abs 2
Auch der Übungsflug  für die Klassen RMS (Segeflug bzw PPL-N), 750kg Klasse, 2000kg Klasse und aerodynamisch gesteuert Ultraleicht sollte zwischen den Klassen anerkannt werden, wobei Übungsflüge auf UL nur für die UL-Berechtigung gelten sollten. (Auf ULs kann insbesonder im Langsamflug nur sehr eingeschränkt geübt werden).
Dies würde die Einhaltung der Gültigkeitsbedingungen erleichtern, da dann nur noch ein Termin zu überwachen ist. Damit gäbe es auch nicht mehr die paradoxe Situation, daß bei Besitz der ICAO Lizenz und der Segelflug lizenz plus RMS der Üungsflug auf RMS für beide Klassenberechtigungen gilt jedoch nicht der Übungsflug auf SEP.
Der Zeitraum für die Gültigkeit des Übungsfluges sollte auf 25 Monate verlängert werden, damit es im 2 Jahresrhytmus eine Überlappung gibt und man die Ablegung des Übungsfluges immer auf etwa den gleichen Zeitpunkt im Jahr legen kann, ohne vorübergehend nicht Flugberechtigt zu sein.
Der Text der Verordnung läßt offen, was zu geschehen hat, wenn die Gültigkeitsbedingungen nicht mehr erfüllt sind. Hier sollte klargestellt werden, daß die Bedingungen mit Fluglehrer oder unter Aufsicht eines Fluglehrer nachgeflogen werden können. Sollte in diesem Fall sofort eine Befähigungsprüfung fällig werden, wäre eine Flut von Prüfungsflügen vorprogrammiert. Falls man nicht eine große Sicherheitsmarge einbaut und damit effektiv fast jährlich einen Übungsflug absolviert, kann man bei längeren schlechten Platzverhältnissen oder unerwarteter vorübergehender nicht Verfügbarkeit des Flugzeuges leicht aus der Gültigkeit herausfallen.
13 LuftPersV §41 Abs 2 Es geht nicht eindeutig hervor, auf welchen Flugzeugen die 25 Starts anerkannt werden. Gemeint ist hier nach Rücksprache mit dem BMVBW 25 Starts auf Segegelflugzeugen und Reisemotorseglern. Dies sollte klar formuliert sein. Es sollte ferner geprüft werden, ob nicht auch Starts auf der Klasse SEP und Ultraleicht anerkannt werden sollten.   LuftPersV §41 (2): Die Rechte einer im Luftfahrerschein eingetragenen Startart dürfen nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber der Lizenz mindestens 25 Starts und Landungen, davon mindestens je fünf Starts in den eingetragenen Startarten innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. Ist diese Voraussetzung nicht oder nicht vollständig erfüllt, hat er die fehlenden Starts mit einem Fluglehrer oder unter Aufsicht eines Fluglehrers durchzuführen.
14 LuftPersV §41 Abs 2 Die Formulierung sollte so geändert werden, daß klar ist, daß die geforderten Starts je Startart nur in der Startart erfüllt sein müssen, die gerade ausgeübt werden soll. Die aktuelle Formulierung erweckt den Eindruck, daß man in allen eingetragenen Startarten current sein muß, um eine davon ausüben zu dürfen.   LuftPersV §41 (2): Die Rechte einer im Luftfahrerschein eingetragenen Startart dürfen nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber der Lizenz mindestens 25 Starts und Landungen, davon mindestens je fünf Starts in den eingetragenen Startarten innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. Ist diese Voraussetzung nicht oder nicht vollständig erfüllt, hat er die fehlenden Starts mit einem Fluglehrer oder unter Aufsicht eines Fluglehrers durchzuführen.
15 LuftPersV  §96 Abs 4
JAR-FCL 1.355(a)(2)
Das Fortbildungsseminar für Fluglehrer für die nationalen Scheine sollte wie beim JAR-FCL während der 3 jährigen Verlängerungperiode akzeptiert werden, da es sonst vorkommen kann, dass ein Seminar beim gleichen Fluglehrer für die JAR-FCL Lehrberechtigung akzeptiert wird jedoch nicht für die nationale GPL Lehrberechtigung.   LuftPersV  §96 Abs 4: 2. Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle durchgeführten oder anerkannten Fortbildungslehrgang für Fluglehrer innerhalb der letzten 12 Monate vor Verlängerung oder Erneuerung der Lehrberechtigung,
JAR-FCL 1.355(a)(2): Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle genehmigten FI-Fortbildungslehrgang innerhalb der Gültigkeitsdauer der Lehrberechtigung (FI);
16 LuftPersV §122 Abs 1
JAR-FCL 1.026(a)
Diese Bestimmungen sollten in der LuftPersV und in der JAR-FCL gleich lauten. Dies bezieht sich vor allem auf den Begriff des steuernden Piloten. Bei Inhabern einer Segelfluglizenz znd einer JAR-FCL Lizenz mit dem Eintrag der Klassenberechtigung für TMG in beiden Lizenzen ist nicht klar, welche Regel gilt.   LuftPersV §122 Abs 1: Privatluftfahrzeugführer, Segelflugzeugführer, Luftschiffführer oder Luftsportgeräteführer dürfen ein Luftfahrzeug, in dem sich Fluggäste befinden, als verantwortlicher Luftfahrzeugführer nur führen, wenn innerhalb der vorhergehenden 90 Tage mindestens drei Starts und drei Landungen mit einem Luftfahrzeug derselben Klasse, desselben oder ähnlichen Musters, der Art des Luftsportgerätes ausgeführt wurden.
JAR-FCL 1.026(a): (a) Ein Pilot darf als verantwortlicher Pilot oder Copilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage drei Starts und drei Landungen als steuernder Pilot auf einem Flugzeug desselben Musters/derselben Klasse oder in einem Flugsimulator des/der verwendeten Musters/Klasse durchgeführt hat.
17 LuftPersV §122 Abs 2, 
JAR-FCL 1.026(b) 
Fuer Passagierfluege bei Nacht fordert die LuftPersV zwei Starts bei Nacht und JAR-FCL 1 einen Start bei Nacht in den letzten 90 Tagen. Diese Unterscheidung ist verwirrend. Wann gilt welche Bedingung?   LuftPersV §122 Abs 2: Für einen Flug nach Sichtflugregeln bei Nacht gilt Absatz 1 Satz 1 mit der Maßgabe, dass von den drei Starts und Landungen mindestens zwei bei Nacht und Absatz 1 Satz 2 mit der Maßgabe, dass der Start bei Nacht ausgeführt worden sein muss.
JAR-FCL 1.026(b): Der Inhaber einer Lizenz, die keine gültige Instrumentenflugberechtigung (Flugzeug) beinhaltet, darf als verantwortlicher Pilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen bei Nacht nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage mindestens einen Start und eine Landung gemäß JAR-FCL 1.026(a) bei Nacht durchgeführt hat.
18 LuftPersV §122 Abs 4 In der LuftPersV § 122 wurden neue Festlegungen zur Durchführung von Kunstflügen mit Gästen getroffen. Als nicht begründbar halten wir die Festlegung über die Flugerfahrung von 50 Kunstflügen nach Erwerb der Berechtigung. Es gibt auch keine generelle Festlegung über Grundflugerfahrungen mit Gästen; Dies sollte korrigiert werden.   LuftPersV §122 Abs 4: (4) Für die Durchführung von Kunstflügen mit Fluggästen gilt Absatz 1 Satz 1 mit der Maßgabe, dass der Lizenzinhaber nach Erteilung der Kunstflugberechtigung mindestens 50 Kunstflüge im Alleinflug, davon drei innerhalb der letzten 90 Tage durchgeführt haben muss.
  III. Weitere Problempunkte
19 LuftPersV  §135 Abs 2 Weiterentwicklungen und Verlaengerungen bei der Lizenz nach LuftPersV  §135 Abs 2 (ICAO Lizenz) sind nicht geregelt. So etwa Umschulung auf RMS oder andere Klassen, Verlängerung der Lizenz nach 60 Monaten, Verlängerung der Klassenberechtigung sowie existierender Lehrberechtigungen oder Einweisungsberechtigungen. Ebenfalls undefiniert ist der Status einer Lehrberechtigung bzw Einweisungsberechtigung. Welche Rechte sind mit einer Einweisungsberechtigung noch verbunden (Abnahme von Übungsflügen für Inhaber welcher Lizenzen, Durchführung von CVFR Schulungen, Differenzschulungen bzw Vertrautmachungen auch für Inhaber von JAR-FCL Lizenzen)   LuftPersV  §135 Abs 2: Dem Inhaber einer vor dem 1. Mai 2003 erteilten Erlaubnis für Privatflugzeugführer oder Privathubschrauberführer, die nicht in eine europäische Lizenz nach JAR-FCL 1 deutsch oder JAR-FCL 2 deutsch umgeschrieben wird, kann bei der erstmaligen Verlängerung der Gültigkeit nach dem 1. Mai 2003 eine Lizenz erteilt und ein Luftfahrerschein nach Muster 1 der Anlage zu dieser Verordnung ausgestellt werden, wenn er die Voraussetzungen nach den Vorschriften der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung und nach JAR-FCL 1.245 deutsch oder JAR-FCL 2.245 deutsch vor Ablauf der Gültigkeit der Erlaubnis oder vor Stellung des Antrages auf Erneuerung der Lizenz nachweist. Die Lizenz wird für längstens 60 Monate erteilt. JAR-FCL 1.005(b)(4) und JAR-FCL 2.005(b)(4) deutsch bleiben unberührt. Die mit der Lizenz vor dem 1. Mai 2003 erworbenen gültigen Berechtigungen werden in den Luftfahrerschein nach Muster 1 der Anlage zu dieser Verordnung oder nach den Vorschriften gemäß § 20 Abs. 2 der Luftverkehrs-Zulassungs- Ordnung in die entsprechende europäische Lizenz eingetragen.
20 LuftPersV  §3b Die Klasse bis 2000kg sollte der JAR-FCL Klassifizierung SEP angepasst werden. Eine unterschiedliche Klassendefinition zwischen nationaler Lizenz und JAR-FCL kompliziert nur und sollte vermieden werden.   LuftPersV  §3b Abs 1: Privatflugzeugführer nach § 1 bedürfen zur Führung von einmotorigen kolbengetriebenen Landflugzeugen bis zu einer Höchstabflugmasse von 2 000 Kilogramm der Klassenberechtigung.
21 LuftVZO §110 Abs 3 Die Übergangsregelung für Tauglichkeitszeugnisse sollte auf über 50 jährige beschränkt werden und über 2004 hinaus gelten.   LuftVZO §110 Abs 3: Bei bis zum 31. Dezember 2004 ausgestellten Tauglichkeitszeugnissen beträgt die Dauer ihrer Gültigkeit für Privatluftfahrzeugführer, die nicht im Besitz einer Lizenz nach § 5 der Verordnung über Luftfahrtpersonal sind, Segelflugzeugführer, Freiballonführer mit einer Lizenz nach § 46 Abs. 1 der Verordnung über Luftfahrtpersonal und Führer von Luftsportgeräten 24 Monate.
22 LuftVZO §54 Mit der Ausbildung zum nationalen PPL A (LuftPersV § 1) werden zunehmend auch einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk bis 750 kg sich an unsere Segelfluggelände ansiedeln. In Absatz 2 sollte wie folgt ergänzt werden:
(2) Die Genehmigung zur Anlage und Betrieb eines Segelfluggeländes kann auf die Benutzung durch selbststartende Motorsegler, einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk bis 750 kg, Freiballone Luftsportgeräte, Modellflugzeuge und .....
  LuftVZO §54: (1) Segelfluggelände sind Flugplätze, die für die Benutzung durch Segelflugzeuge und nicht selbststartende Motorsegler bestimmt sind.
(2) Die Genehmigung zur Anlage und zum Betrieb eines Segelfluggeländes kann auf die Benutzung durch selbststartende Motorsegler, Freiballone, Luftsportgeräte und Luftfahrzeuge, soweit diese bestimmungsgemäß zum Schleppen von Segelflugzeugen oder Motorseglern oder Hängegleitern oder zum Absetzen von Fallschirmspringern Verwendung finden, erstreckt werden. Die Erstreckung erfolgt auf Antrag des Antragstellers der Genehmigung oder bei bereits erteilter Genehmigung auf Antrag des Halters des Segelfluggeländes. Im übrigen bleibt § 15 der Luftverkehrs-Ordnung unberührt.
23 LuftVZO §30 Abs 2
JAR-FCL  1.261(c)(1)
Laut JAR-FCL ist die Ausbildung zur Klassen- bzw Musterberechtigung mit Ausnahme der SEP und TMG Klasse in einem Ausbildungsbetrieb durchzuführen. In der LuftVZO wird ausdrücklich die Ausbildung auch außerhalb von Ausbildungsbetrieben zugelassen. Dieser Widerspruch ist zu klären insbesonder, da hier nicht klar ist, welches Regelwerk den Vorrang hat.   LuftVZO §30 Abs 2: Die Ausbildung von Inhabern einer Lizenz für Luftfahrer auf weiteren Luftfahrzeugmustern, Luftfahrzeugklassen oder Ballonarten darf auch außerhalb von Ausbildungsbetrieben oder registrierten Ausbildungseinrichtungen erfolgen. Das Gleiche gilt für die Ausbildung von Luftschiffführern, die eine Lizenz als Berufsflugzeugführer besitzen.
JAR-FCL  1.261: Klassen- und Musterberechtigungen - Theoretische Kenntnisse und Flugausbildung
(c)(1) Ausbildungslehrgänge für den oben genannten Zweck sind von einem Ausbildungsbetrieb für Flugausbildung (FTO) oder Ausbildungsbetrieb für Musterberechtigungen (TRTO) durchzuführen.
(c)(3) Abweichend von (c)(1) und (2) können Ausbildungslehrgänge für eine Klassenberechtigung für einmotorige Flugzeuge oder Reisemotorsegler von einem FI(A) oder CRI(A) durchgeführt werden.
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04.03.04