Überwachung der Flugberechtigung

18.1.12

 

Die aktuellen Regelwerke machen es relativ schwierig, sicherzustellen, dass man zu der ausgeübten Flugtätigkeit auch berechtigt ist. Zur Überwachung der eigenen Flugberechtigung oder der Flugberechtigungen der Vereinsmitglieder biete ich hier zwei Hilfsmittel an, die sich inzwischen schon bei zahlreichen Piloten und Vereinen bewährt haben. Sie wurden seit ihrer ersten Veröffentlichung anfang 2004 noch durch genauere Formulierungen und viele Erläuterungen erweitert.

 

Eine Checkliste, an hand derer ein Pilot überprüfen kann, ob er für einen Flug alle persönlichen Vorraussetzungen erfüllt. Angehängt daran sind eine Auswahl von diesbezüglichen Passagen aus den Regelwerken LuftPersV und JAR-FCL.

Ein Erfassungsformular, mit dem der aktuelle Status eines Piloten erfasst werden kann. Dieses stellt zum einen eine Hilfestellung zur Selbstkontrolle für den Piloten dar, eine Übersicht über seinen aktuellen Status zu bekommen und ermöglicht es dem Verein/Halter den Status der Piloten zu erfassen, die die Luftfahrzeuge des Halters nutzen.

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Verantwortung des Flugzeughalters und Überprüfung von Berechtigungen zur Absicherung des Flugzeughalters

 

Das Luft Verkehrsgesetz verplichtet Luftfahrzeughalter, sicherzustellen, daß nur berechtigte Personen ihre Luftfahrzeuge führen.

 

§ 33 LuftVG

[Ersatzpflicht des Halters, Schwarzflug]

(1) Wird beim Betrieb eines Luftfahrzeugs durch Unfall jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Luftfahrzeugs verpflichtet, den Schaden zu ersetzen. Für die Haftung aus dem Beförderungsvertrag gegenüber einem Fluggast sowie für die Haftung des Halters militärischer Luftfahrzeuge gelten die besonderen Vorschriften der §§ 44 bis 54. Wer Personen zu Luftfahrern ausbildet, haftet diesen Personen gegenüber nur nach den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften.

(2) Benutzt jemand das Luftfahrzeug ohne Wissen und Willen des Halters, so ist er an Stelle des Halters zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Daneben bleibt der Halter zum Ersatz des Schadens verpflichtet, wenn die Benutzung des Luftfahrzeugs durch sein Verschulden ermöglicht worden ist. Ist jedoch der Benutzer vom Halter für den Betrieb des Luftfahrzeugs angestellt oder ist ihm das Luftfahrzeug vom Halter überlassen worden, so ist der Halter zum Ersatz des Schadens verpflichtet; die Haftung des Benutzers nach den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.

 

§ 60 LuftVG

[Weitere Straftatbestände]

(1) Wer

1.   ein Luftfahrzeug führt, das nicht zum Luftverkehr zugelassen ist, oder als Halter einem Dritten das Führen eines solchen Luftfahrzeugs gestattet,

2.   ein Luftfahrzeug ohne die Erlaubnis nach § 4 Abs. 1 führt oder bedient oder als Halter eines Luftfahrzeugs die Führung oder das Bedienen Dritten, denen diese Erlaubnis nicht erteilt ist, gestattet,

3.   praktische Flugausbildung ohne eine Lehrberechtigung nach § 5 Abs. 3 erteilt,

4.   als Führer eines Luftfahrzeugs entgegen § 25 Abs. 1 Satz 1 oder Satz 3 Nr. 1 startet oder landet,

5.   ohne Erlaubnis nach § 27 Abs. 1 Satz 1 Stoffe oder Gegenstände, die durch Rechtsverordnung nach § 32 Abs. 1 Nr. 7 als gefährliche Güter bestimmt sind, mit Luftfahrzeugen befördert,

6.   ohne Erlaubnis nach § 27 Abs. 2 Satz 1 Stoffe oder Gegenstände, die durch Rechtsverordnung als gefährliche Güter bestimmt sind, ohne Erlaubnis in Luftfahrzeugen im Handgepäck mit sich führt oder an sich trägt,

7.   entgegen § 27 Abs. 3 Satz 1 elektronische Geräte betreibt,

8.   entgegen § 27 Abs. 4 Satz 1 die dort bezeichneten Gegenstände in Luftfahrzeugen oder in nicht allgemein zugänglichen Bereichen auf Flugplätzen im Handgepäck mit sich führt oder an sich trägt,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.

 

 

Es gibt keine verbindlichen Regelungen, welche Maßnahmen ein Halter tatsächlich ergreifen muß, um sich abzusichern.

 

Einige Vereinsvorstände sind folgenden Weg zwecks Absicherung Ihrer Verantwortung laut LuftVG gegangen:

 

 

 

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Frank-Peter Schmidt-Lademann